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Storytelling – Kunden emotional erreichen und binden
Veröffentlicht am: 14.07.2026, Lesedauer: 0 Minuten
Konsumenten suchen zunehmend nach Werten, Transparenz und persönlicher Bindung – auch im Lebensmittelbereich. Mit einem gut eingesetzten Storytelling können Sie in Ihrem Laden oder Markt Emotionen bei Ihren Kundinnen und Kunden wecken, Ihre Markenwerte erlebbar machen, Vertrauen schaffen, Kaufimpulse setzten und sich auch von der Konkurrenz abheben.
Das sind die wichtigsten Elemente, um Storytelling in Ihrem Laden sinnvoll einzusetzen und ein echtes Einkaufserlebnis zu schaffen:
1. Die richtige Story finden
Storytelling startet immer mit der entscheidenden Frage: Welche Geschichte soll erzählt werden? Um die richtige Geschichte zu ermitteln, ist eine Standort- und Kundenanalyse von großer Bedeutung. Diese Fragen sollten Sie sich stellen:
- In welcher Region steht der Laden?
- Wie groß ist die verfügbare Verkaufsfläche?
- Welche Zielgruppe (Alter, Lebensstil) möchten Sie ansprechen?
- Welche Produkte möchten Sie verkaufen?
- Steht Ihr Laden oder Ihre Marke für bestimmte Werte?
- Gibt es eine familiäre Tradition?
Beispiel 1: Familiäre Tradition inszenieren
In der Anleitner Erlebnis.Brennerei in Bad Kötzting trifft traditioneller Ursprung auf modernen Zeitgeist: das Ladengeschäft zeigt ganz bewusst den Schritt in ein neues Zeitalter, erzählt aber auch die Geschichte der altehrwürdigen Familien-Brennerei.
2. Die Geschichte zum Leben erwecken
Um Geschichten im Ladenbau zum Leben zu erwecken, bedient man sich verschiedener Sinnesebenen:
- Material: Baustoffe und Materialien können sehr gut die Geschichte der Herkunft oder der Markenphilosophie erzählen. Wer beispielsweise Nachhaltigkeit betonen will, kann dies durch nachhaltige Materialien unterstreichen.
Ursprüngliche Materialien wie Holz, Naturstein oder pflanzliche Fasern können einem Laden einen bodenständigen Anstrich verleihen oder das Alleinstellungsmerkmal als traditionellen Familien-Handwerksbetrieb hervorheben.
Wer beispielsweise seine italienische Herkunft erzählen will, kann warme natürliche Materialien wie dunkles Holz, Rattan-Möbel oder Terrakotta verwenden. - Licht: Beleuchtung spielt im Storytelling eine große Rolle, weil dadurch bestimmte Produkte oder Szenerien gezielt hervorgehoben werden können. Auch die Stimmung kann durch den Einsatz von Licht beeinflusst werden. Warmes Licht erzeugt beispielsweise Gemütlichkeit, kühles Licht kann zum Beispiel Frische betonen.
- Farbe: Im Zusammenspiel mit Materialien und Licht, ist auch die Farbwahl entscheidend im Storytelling, weil Farben sehr klare emotionale und psychologische Assoziationen auslösen. Mit Grün bringt man beispielsweise Themen wir Natur, Frische oder Nachhaltigkeit in Verbindung. Schwarz steht für Eleganz und Luxus, weiß betont Sauberkeit und Rot wird oft mit Energie und Dynamik assoziiert.
- Inszenierung: Produkte wirken attraktiver, wenn sie nicht nur im Regal stehen, sondern in Themenwelten oder in Anwendungsszenarien präsentiert werden. Lebensmittel können etwa auf flexiblen Aktionsflächen –zum Beispiel in der Optik einer italienischen Piazza – inszeniert werden. So wird Storytelling erlebbar und die typische Gangstruktur im Supermarkt aufgelockert.
- Multisensorik: Auch Düfte und kuratierte Soundtracks können eine gewünschte Atomsphäre unterstützen.
Beispiel 2: Die Geschichte einer Stadt erzählt
Das Desgin des E-Centers in Wolfsburg Nordstadt erzählt die Geschichte der Stadt Wolfsburg – von der Tiefgarage bis zum Laden gibt es verschiedene Themenbereiche, die verschiedene Aspekte der Stadt aufgreifen.
Auf dem begrünten Dach des EDEKA Centers wird zudem nachhaltiger Honig der Imkerei Heine & Stumpp produziert. Daher zieht sich durchs Café auch das Bienenthema.
3. Die Geschichte wie einen roten Faden durch den Laden ziehen
Die Geschichte, die in Ihrem Laden erzählt wird, sollte sich im besten Fall wie ein roter Faden durch den ganzen Laden ziehen. Vom Eingangsbereich bis zu Kasse sollten immer wieder Szenen etabliert und Highlights geschaffen werden.
Beispiel 3: Ein Produkt im Mittelpunkt
Das außergewöhnliche Shop-Design und die besondere Brotpräsentation in der Bäckerei Preißing in Neuwied unterstreichen das Alleinstellungsmerkmal des Familienbetriebs, der seit 1935 existiert: Bis heute werden die Backwaren nach überlieferten Rezepten und nach alter Tradition täglich frisch gebacken.
4. Produkte finden, die besonders gut fürs Storytelling geeignet sind
Das Storytelling-Konzept sollte sich zwar durch den kompletten Laden ziehen – trotzdem gibt es Produkte, die besonders gut fürs Storytelling geeignet sind. Das sind vor allem frische Produkte, wie Obst und Gemüse. Auch Käse kann gut präsentiert werden.
Gutes Storytelling gelingt auch mit Cross-Selling-Aktionen, da hier verschiedene Produkte in einen sinnvollen Kontext gesetzt werden und damit eine Geschichte statt eines einzelnen Kaufanreizes erzählt wird. So erzählen zum Beispiel die Produkte Pasta, Tomatensauce, Parmesan und Wein die Geschichte „Der perfekte italienische Abend zu Hause“.
Emotionale Anlässe wie Weihnachtsessen oder Fußballabend lassen sich auch sehr gut als Cross-Selling zu einer Geschichte verbinden.
Gelungene Storytelling-Beispiele:
Fresh-Food
The Catch, Wien
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Bäckerei
Maître Stefan, Bremen
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Bäckerei
Bäckerei Preißing, Neuwied
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Metzgerei
Metzgerei Wittmann, Neumarkt in der Oberpfalz
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Fresh-Food
L`oui Torcafé, Berlin
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LEH
Waurig, Hammersbach
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Fresh-Food
Anleitner Erlebnis.Brennerei, Bad Kötzting
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LEH
E-Center, Wolfsburg Nordstadt
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LEH
REWE Green Building, Wiesbaden
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