Blog
Convenience im LEH: Herausforderungen und Chancen
Veröffentlicht am: 20.04.2026, Lesedauer: 5 Minuten
Immer mehr Händler setzen in ihren Läden auf Convenience und bauen ihr Angebot an Ready-to-heat- und Ready-to-eat-Produkten kontinuierlich aus. Sie reagieren dabei auf einen weltweiten Trend: angetrieben von Zeitmangel und dem Wunsch nach bequemen und schnellen Mahlzeiten, greifen vor allem die jüngeren Generationen immer häufiger zu verzehrfertigen Speisen und Snacks. Eine Trendstudie der Innova Market Insights zeigt, dass drei von fünf Verbrauchern weltweit einmal pro Woche oder öfter zu Fertiggerichten greifen, einer von fünf sogar mehr als einmal täglich.
Convenience birgt zwar großes Umsatzpotenzial und viele Chancen – dennoch ist die Kategorie anspruchsvoll und kein Selbstläufer.
Die wichtigsten Aspekte für eine gelungene Convenience-Integration in den Markt:
1. Laden-Layout und Kundenführung
Der Fokus liegt bei Convenience auf Impulskäufen und Zeitersparnis. Der Bereich muss im Markt also so gestaltet sein, dass sich Kunden schnell orientieren können, kurze Wege haben und die verschiedenen Angebote kompakt und appetitlich präsentiert werden können.
Am sinnvollsten werden Convenience-Produkte in hochfrequenten Zonen, wie dem Eingangsbereich oder an den Hauptlaufwegen im Markt, angeboten. Die Kunden sollen die Produkte automatisch wahrnehmen, ohne danach suchen zu müssen. Convenience-Produkte in Kassennähe regen zu Impulskäufen an.
Beispiel für eine typische Kundenführung im Convenience-Bereich:
- „Grab and Go“ im Eingangsbereich: Viele Kunden kommen mit wenig Zeit in diesen Bereich und möchten schnell zugreifen. Frische Snacks wie Salate, Sandwiches und Obstbecher, gekühlte Getränke oder eine Coffee-to-go-Station werden am besten in diesem Bereich platziert.
- Kundenfluss im Hauptlaufweg steuern: Entlang des Weges ist Platz für kleine Snackstationen, Aktionen oder Saisonartikel.
- Convenience-Hub: Das ist die zentrale Zone für die Convenience-Produkte im Markt. Auf einer eigenen Fläche können Fertiggerichte und Ready-to-eat-Mahlzeiten angeboten werden. Manche Läden haben an dieser Stelle zum Beispiel eine Sushi-Station oder eine Salatbar mit frischen Salaten.
- Impulszonen im Kassenbereich: Kurz bevor die Kunden den Laden verlassen, können nochmal kleine Convenience-Artikel angeboten werden.
2. Convenience neu gedacht: Sortimentsauswahl
Der Markt für Convenience-Food wandelt sich seit einiger Zeit stark – der Trend geht weg von hochverarbeiteten Fertiggerichten hin zu frischen, nachhaltigen, gesunden und hochwertigen Mahlzeiten. Statt tiefgekühlt sind immer mehr Produkte „küchenfertig“ oder „garfertig“. Dazu zählen zum Beispiel fertig marinierte Fleischstücke, vorgegarte Knödel oder geschnittenes Gemüse.
Auch Sushi-Stationen, Salatbars mit frischen Zutaten oder hochwertige warme Gerichte lösen die klassischen belegten Brötchen ab.
Convenience bietet daher für Märkte auch große Chancen, um sich über Qualität, Frische oder einer besonderen Sortimentsauswahl von der Konkurrenz abzugrenzen.
Grundsätzlich ist es auch ratsam zu analysieren, welches Sortiment für einen Standort am besten geeignet ist: Welche Warmgerichte oder Snacks sind in Ihrer Region gefragt? Welche Artikel sind besonders umsatzstark?
3. Einrichtungslösungen für den Convenience-Bereich
Einrichtungslösungen für den Convenience-Bereich zielen darauf ab, Verkaufsflächen auch auf kleinstem Raum ästhetisch und funktional zu gestalten. Die Produkte sollten für eine klare und schnelle Orientierung möglichst einfach, strukturiert und übersichtlich angeordnet werden.
Zeitgleich müssen aber auch Einrichtungslösungen geschaffen werden, die möglichst flexibel sind und vom Personal gut gehandhabt werden können. Convenience-Produkte sind nämlich schnell verderblich und benötigen daher viel Aufmerksamkeit.
Elementar für die Präsentation von Salaten, Getränken oder Sandwiches sind vor allem mehrstufige Kühlmöbel – sie bieten eine gute Übersicht der Waren und können auch gut als eine Art Stopper-Element im Gang genutzt werden. Platzsparende Regalsysteme ermöglichen zudem eine hohe Sortimentstiefe trotz geringer Verkaufsfläche.
Spezielle Multifunktionsmöbel, in denen heiße Snacks, aber auch gekühlte Convenience-Produkte angeboten werden können, bieten maximale Gestaltungsmöglichkeiten im Convenience-Bereich.
AICHINGER-Lösungen:
TopSpot MIO+
Heben Sie Ihren SB-Frischebereich aufs nächste Level – mit dem TopSpot MIO+ Kühlregal für alle Temperaturklassen. Ihre Ware wird zuverlässig gekühlt und ist gleichzeitig optimal präsentiert. Funktional und energieeffizient.
TopSpot to go (hot und cold)
Sorgen Sie für schnelle Zusatz‑ oder Impulskäufe in Ihrer Shopmitte – ohne die Rundumsicht einzuschränken. Mit unseren multifunktionellen und variabel kombinierbaren SB-Modulen TopSpot to go.
Gourmet
Ob wärmen, kühlen oder zubereiten – unser Alleskönner GOURMET kann als Bedientheke, SB oder zur Zubereitung auf Tischebene benutzt werden. Sie ist ideal für gekühlte Gerichte, aber auch für Gerichte, die aufgewärmt werden müssen und eignet sich hervorragend als Heiße Theke.
4. Kühltechnik – das A und O im Convenience-Bereich
Mit dem wachsenden Convenience-Angebot steigt auch der Bedarf an Kühltechnik im Lebensmitteleinzelhandel. Um zu hohe Energiekosten zu vermeiden und den hohen Anforderungen frischer Lebensmittel gerecht zu werden, ist die Wahl des richtigen Kühlmöbels die Grundvoraussetzung.
Steckerfertige Möbel sind ideal, da sie sich leichter an bestehende Leitungssysteme anschließen lassen. Ein nachträglicher Anschluss an die zentrale Kälteversorgung ist nämlich oft mit einem hohen Aufwand verbunden. Gerade dann, wenn die Kühlmöbel im Eingangsbereich platziert werden.
Maximale Flexibilität und Energieeffizienz bieten auch Kühlmöbel mit Waterloop-Lösungen. Sie erzeugen nämlich zum Beispiel keine Abwärme im Aufstellraum.
AICHINGER-Lösungen:
SIRIUS® WIN
Geräuscharm, energieeffizient und zukunftssicher: Die eigengekühlte SIRIUS® WIN ist ideal für den flexiblen Einsatz und erzeugt keine Abwärme im Aufstellraum. Erhältlich in vielen Variationen für Ihren individuellen Bedarf.
SIRIUS® PIN
Einstecken und loslegen: Platzieren Sie die steckerfertige SIRIUS® PIN unabhängig von einer zentralen Kälteanlage frei im Raum – maximal flexibel und sofort verkaufsbereit. Erhältlich in vielen Variationen für Ihren individuellen Bedarf.
Weiterlesen