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„Thekentalk“: Der neue AICHINGER Podcast
Veröffentlicht am: 17.03.2026, Lesedauer: 4 Minuten
Hybride Stores – Zukunftsmodell für das Frische-Handwerk?
Sind hybride Stores nur ein kurzfristiger Trend – oder eine echte Zukunftslösung für Bäckereien und Metzgereien? Über diese Frage sprechen wir in der ersten Folge von Thekentalk mit zwei Experten aus der Praxis:
• Ernst Sommerauer, Geschäftsführer und Vertriebsleiter der AICHINGER Österreich GmbH
• Gerhard Leber, langjähriger Shop-Designer und seit 2026 Teil der AICHINGER Familie als Konzept – und Einrichtungsberater in Österreich
Gemeinsam beleuchten wir, was hybride Store-Konzepte im Frische-Handwerk wirklich bedeuten – und warum sich immer mehr Betriebe damit beschäftigen.
Was sind hybride Stores eigentlich?
Ein hybrider Store kombiniert klassische Bedienung mit Selbstbedienung. Während Kunden zu bestimmten Zeiten weiterhin persönliche Beratung an der Theke erhalten, können sie zu anderen Zeiten selbstständig einkaufen – etwa über Selbstbedienungsbereiche oder digitale Bezahlsysteme. Gerade im Frische-Handwerk spielt diese Kombination eine wichtige Rolle: Viele Kundinnen und Kunden schätzen weiterhin die fachkundige Beratung – etwa bei der Auswahl von Fleisch oder bei Fragen zu Inhaltsstoffen von Backwaren. Gleichzeitig ermöglichen hybride Konzepte längere Öffnungszeiten und flexible Einkaufsmöglichkeiten.
Warum das Thema gerade jetzt so relevant ist
Ein zentraler Treiber für hybride Konzepte ist der Fachkräftemangel im Handwerk. Wie Ernst Sommerauer im Podcast beschreibt, hat sich die Situation in den vergangenen Jahren deutlich verändert: Während Betreiber früher vor allem nach neuen Standorten suchten, steht heute oft eine andere Frage im Mittelpunkt – woher kommen die Mitarbeitenden? Hybride Store-Konzepte können hier eine Lösung bieten. Sie ermöglichen es Betrieben, auch mit begrenzten personellen Ressourcen längere Öffnungszeiten anzubieten und gleichzeitig die persönliche Beratung weiterhin zu erhalten.
Chancen für unterschiedliche Standorte
Ein hybrides Konzept kann sowohl in urbanen Lagen als auch im ländlichen Raum funktionieren. Gerade in kleineren Gemeinden kann es sogar zum entscheidenden Faktor werden, um einen Standort wirtschaftlich zu betreiben. Denn Kunden profitieren von längeren Öffnungszeiten und mehr Flexibilität – ohne auf handwerkliche Qualität verzichten zu müssen.
Die Rolle der Theke bleibt zentral
Trotz zunehmender Digitalisierung bleibt die Bedientheke das Herzstück des Frische-Handwerks. Im Podcast wird deutlich: Hybride Konzepte ersetzen die Beratung nicht – sie ergänzen sie. In Zeiten, in denen Beratung nicht verfügbar ist, können Kunden dennoch einkaufen. Wenn Fachwissen gefragt ist, bleibt der persönliche Kontakt entscheidend. Auch die Gestaltung des Verkaufsraums spielt dabei eine wichtige Rolle. Atmosphäre, Materialien und ein durchdachter Ladenbau sorgen dafür, dass ein hybrider Store trotz technischer Lösungen emotional und einladend bleibt.
Ein Blick in die Zukunft
Für die Experten ist klar: Hybride Konzepte werden in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Technologische Entwicklungen – etwa mobile Bezahlmöglichkeiten oder Scan-and-Go-Lösungen – könnten den Einkauf künftig noch einfacher machen. Gleichzeitig bleibt Flexibilität ein entscheidender Faktor: Verkaufsflächen, Sortimente und Öffnungszeiten können künftig noch stärker an das tatsächliche Kundenverhalten angepasst werden.
Jetzt reinhören: Folge 1 „Hybride Stores“
Die erste Folge von Thekentalk zeigt, wie vielfältig hybride Store-Konzepte im Frische-Handwerk eingesetzt werden können – und warum sie für viele Betriebe bereits heute ein wichtiger Bestandteil der Zukunftsstrategie sind.
👉 Hier geht es zur ersten Folge unseres Podcasts „Thekentalk“:
Freuen Sie sich auch in Zukunft auf weitere Folgen rund um Ladenbau, Food Retail und die Entwicklungen in der Foodbranche.
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